Dietrich Bonhoeffer heute gelesen, Teil II

Heute gelesen: Texte und Fragen in der Zeit der Krise

Bonhoeffer Bild
(Dietrich Bonhoeffer 1939 in London,
auf der Rückreise aus den USA nach Deutschland)


In den kommenden Wochen möchte ich Sie ins Gespräch mit einigen Texten von Dietrich Bonhoeffer bringen, dessen Todestag sich am 9. April 2020 zum 75. Mal jährt. Ich erlaube mir, Ihnen dazu jeweils auch ein paar Fragen zu stellen – nicht um eine richtige Antwort zu bekommen, sondern um damit die Aussagerichtung der Texte, wie ich sie verstehe, mit Ihnen zu diskutieren.

Dr. Stefan Koch

 

Hinführung
Die Schrift „Sanctorum Communio“*1 ist Dietrich Bonhoeffers Doktorarbeit aus dem Jahr 1927, sie wurde 1930 als erstes seiner Werke gedruckt. Es geht Bonhoeffer um die Verhältnis-bestimmung der Kirche vor Ort (empirisch, mit ihren konkreten Menschen) und im theologischen Sinn (dogmatisch als „Gemeinschaft der Heiligen“). Er versucht, beides durch den Be-griff des Geistes zu verknüpfen, der auch die Menschen trägt, in denen die Möglichkeit erst noch schlummert, »wirk-liches« Glied der Kirche zu werden, wie Bonhoeffer es ausdrückt.


„Die Gottesdienstliche Versammlung“*2
Eine christliche Gemeinde als politische Einzelgemeinde oder Hausgemeinde ist zusammengehalten durch ihre Versammlung ums Wort. Das Wort ist die Einheit von wesentlicher und empirischer Kirche, von heiligem und objektivem Geist, d.h. die konkrete Funktion der empirischen Kirche ist der Predigt- und Sakramentsgottesdienst. Die Predigt ist ‚Amt‘ der Ge-meinde, und also muss auch eine Versammlung vorhanden sein. Beide Begriffe entsprechen sich. Das ist vom Urchristentum bis in die Zeit des Pietismus und der Orthodoxie als Axiom verstanden worden. Erst eine individualistische Lebensauffassung begann die sachverhaltliche Notwendigkeit in eine psychologische umzudenken und stelle die Frage nach dem Sinn der Versammlung, im Hinblick auf Nutzen und Notwendigkeit für den Einzelnen …

Es besteht kein Zweifel, dass auch fern von der Versammlung lebende Menschen zur sanctorum communio zugehören können – Kranke, Verschlagene usw. –, dass diese also für den Einzel-nen nicht als ‚heilsnotwenig‘ betrachtet werden kann. Dennoch bleibt der Sinn der Versammlung für die Gemeinde voll erhalten. Auch diese Personen haben ihren Glauben aus der konkreten Berührung mit anderen Personen, aus der ‚Predigt‘ (Röm. 10,17). Alle anderen hier denkbaren Fälle beweisen nur die Möglichkeit, dass Gott auch ohne die Vermittlung der konkreten Gemeinde Menschen seiner Herrschaft unterwerfen kann …

In der Versammlung rede nicht ich und höre zugleich, wie im einsamen Umgang mit dem Wort, sondern ein anderer redet, und das wird mir zur unvergleichlichen Gewissheit. Ein ganz fremder verkündet mir die Gnade Gottes und die Vergebung, nicht als sein Erlebnis, sondern als Willen Gottes. In dem anderen fasse ich die Gemeinde und ihren Herrn als Bürgen meiner Gnadengewissheit in konkreter Gestalt. Indem ein an-derer da ist, der mir Gnade zusagt, werde ich der Gemeinde gewiss und ist alle Gefahr und Hoffnung, in Illusionen zu schweben, vernichtet.

Fragen zum Verständnis
Der Gottesdienstbesuch ist nicht heilsnotwendig, aber den-noch ein Kennzeichen der Kirche. Bonhoeffer tut sich schwer damit, dem Einzelnen den Gottesdienstbesuch freizustellen. Finden Sie eine Erklärung, warum?

Wer ist Ihrer Meinung nach „der Andere“, von dem Bonhoeffer spricht, der im Gottesdienst redet und mir die Gnade zusagt?

Was meinen Sie, wie würde Bonhoeffer die Möglichkeit beurteilen, nicht in der Kirche zu sitzen und dennoch einen Gottesdienst mitzuerleben – wäre eine Fernseh- oder Video-Übertragung für Bonhoeffer auch ein Gottesdienst in dem der Geist Gottes wirkt?

*1 Dietrich Bonhoeffer Werke (DBW) Band 1. Sanctorum Communio. Eine dogmatische Unter-suchung zur Soziologie der Kirche, herausgegeben von J. von Soosten, München 1986.
*2 DBW I, S. 154-159.

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